Drogen außerhalb Straßenverkehr - trotzdem Führerscheinentzug?

Nun ist es soweit, die Rechtsprechung hat entschieden - Drogenkonsum und Alkohol - auch ohne Bezug zum Straßenverkehr - berechtigen zum Entzug des Führerscheins. Zwar eine rechtlich heikle Sache, aber im Moment wird dies so gehandhabt. Die Einschränkung der allgemeinen Handlungsfreiheit im Interesse des Straßenverkehrs ist wahrscheinlich zwar verfassungswidrig ohne einen verkehrsbezogenen Anlass, doch hindert das nichts an etwa vorläufigen Entzügen, die Sie erst mit viel Aufwand bekämpfen müssen.

Was ist zu tun?

1. Falls Sie Drogen konsumieren - stellen Sie den Konsum ein.
2. Falls Sie das nicht können - sprechen Sie nicht darüber.
3. Falls das schon geschehen ist - bestreiten Sie dies - noch besser - schweigen und Anwalt anrufen.

Und beginnen Sie eine Therapie.

In jedem Verdachtsfall kann die Behörde Sreenings anordnen. Meist erfolgt dies durch Urinabgaben unter Aufsicht. Drogen sind unterschiedlich lange nachweisbar. Dies hängt vom Konsumverhalten ab. Je länger und regelmäßiger der Konsum, desto länger die Nachweismöglichkeit. Faustregeln gibt es nicht wirklich, die wissenschaftlichen Beweismöglichkeiten sind jedoch nicht ohne. Hier müssen Sie unbedingt einen Anwalt konsultieren mit sehr guten verkehrsmedizinischen Kenntnissen.


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