Schweigen ist Gold wenn es um die Fahrerlaubnis geht

Sobald Ihr Punktekonto sich vermehrt oder der Führerschein in Gefahr ist, ist individuelle professionelle Vertretung erforderlich. Eine "Goldene Regel" vor persönlichen Einlassungen gegenüber den Behörden (tauglich auch für das Privatleben): "Ich habe noch nie bereut, was ich nicht gesagt habe!" Sie sind nicht verpflichtet, einen Anhörungsbogen zurückzuschicken oder einer Vorladung zur Polizei folge zu leisten, auch wenn dies "suggeriert" wird. Ohne Akteneinsicht sollte nie eine Äußerung erfolgen. Die Akte bekommt nur ein bevollmächtigter Anwalt. Der Akteninhalt kann auch ergeben, dass gar keine Äußerung abgegeben wird, wenn beispielsweise eine Täterschaft nicht nachweisbar ist. Hier haben sich schon viele Betroffene (teils nach "gutem Rat" am Stammtisch oder Arbeitsplatz oder durch Unkenntnis ihrer Rechte) durch ungeschickte vorherige Angaben gegenüber Ermittlungspersonen gerade durch diese selbst erst belastet. Machen Sie immer von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Nachteile werden Ihnen dadurch nicht entstehen. Ein erfahrener Fachanwalt kann dann nach Akteneinsicht beurteilen, wie eine Einlassung entlasten kann oder kann auch durch Verhandlungen mit der Behörde, Staatsanwaltschaft oder dem Gericht das Verfahren für Sie günstig beeinflussen oder das Verfahren sogar zur Einstellung bringen. Geständnisse können auch unter bestimmten Umständen widerrufen werden, damit unterliegen diese ggf. auch einem Beweisverwertungsverbot. Ist die Fahrerlaubnis in Gefahr oder ist diese bereits entzogen, sind professionell vorbereitete Maßnahmen für ein Wiedererteilungsverfahren wichtig. Eine MPU (Medizinisch Psychologische Untersuchung) sollte nie ohne fachliche Vorbereitung so früh wie möglich durchgeführt werden. In jedem Fall ist im Hinblick auf Punkte im Verkehrszentralregister zu beachten, dass die Führerscheinbehörde bereits frühzeitig aufgrund der Fahrerlaubnisverordnung Maßnahmen ergreifen kann, ohne dass bereits 8 Punkte (Entzug der Fahrerlaubnis) angesammelt wurden. Der Spezialist betreut nicht nur das Verfahren selbst, sondern baut strategisch neben der Verteidigung auch Voraussetzungen für den Erhalt oder zügige Wiedererteilung der Fahrerlaubnis aus.

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