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Artikel aus dem Verkehrsrecht - Fahrrad

13.11.2025

Alkohol am Steuer von E-Scooter, E-Bike und Fahrrad: Bußgelder und Strafen 2025

E-Scooter, E-Bikes und normale Fahrräder sind beliebte Verkehrsmittel in deutschen Städten. Sie bieten Flexibilität und reduzieren Staus, bergen aber auch Risiken – insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist. Anders als viele denken, gelten für alle drei Verkehrsmittel klare Promillegrenzen und Bußgeldvorschriften nach deutschem Verkehrsrecht. E-Scooter: Strenge Regeln schon ab 0,5 Promille Für E-Scooter-Fahrer gelten die […]

08.08.2025

Größtes Rad- und Fußwege-Förderprogramm in BW stärkt die Verkehrssicherheit – auch aus verkehrsrechtlicher Sicht

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch gezielte Investitionen und rechtliche Anforderungen an Kommunen Baden-Württemberg startet mit dem größten Förderprogramm seiner Geschichte in eine neue Ära der Mobilitätsentwicklung. Über eine Milliarde Euro sollen zwischen 2025 und 2029 in mehr als 1.000 Maßnahmen investiert werden, um Rad- und Fußwege auszubauen. Ziel ist es, den Fuß- und Radverkehr sicherer, […]

28.06.2025

Haftung E Bike: Wer zahlt, wenn der Akku eines E Bikes Feuer fängt

E Bikes erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit und sind aus dem Straßenbild kaum noch wegzudenken. Doch mit der weiten Verbreitung dieser modernen Fortbewegungsmittel steigt auch die Zahl der rechtlichen Streitigkeiten. Besonders dann, wenn der Akku eines E Bikes einen Brand verursacht, stellt sich die Frage: Wer haftet für den entstandenen Schaden? Ein aktuelles Urteil […]

23.06.2025

Fahrerlaubnisfreie Fahrzeuge: Drogen oder Alkohol – Radfahren bleibt erlaubt

Klare Entscheidung des OVG Münster zur Nutzung fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge trotz Drogen- oder Alkoholkonsums Das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) hat ein wegweisendes Urteil gefällt, das insbesondere für Fahrradfahrer und Nutzer von E-Scootern von großer Bedeutung ist: Auch bei Drogenkonsum oder hohem Alkoholpegel darf das Führen von fahrerlaubnisfreien Fahrzeugen wie Fahrrädern, E-Scootern oder Mofas nicht pauschal untersagt werden. […]

25.05.2025

Gerichtsurteil zur „Protected Bike Lane“ in Mönchengladbach: Rückbau im Radverkehr angeordnet

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat im Februar 2025 entschieden, dass die Stadt Mönchengladbach die auf der Hohenzollernstraße eingerichtete „Protected Bike Lane“ vorläufig entfernen muss. Diese Entscheidung hat große Bedeutung für die Verkehrsplanung und die Förderung des Radverkehrs in der Stadt. Hintergrund der Maßnahme Im Sommer 2023 wandelte die Stadt Mönchengladbach jeweils eine von zwei Kfz-Fahrspuren pro […]

27.04.2025

Verkehrsunfall im deutschen Verkehrsrecht: Rechte und Pflichten bei einem Radfahrer-Unfall

Das deutsche Verkehrsrecht regelt umfassend die Rechte und Pflichten aller Verkehrsteilnehmer, darunter Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. Besonders bei Verkehrsunfällen spielt die korrekte Anwendung der Vorschriften eine entscheidende Rolle, um Haftungsfragen zu klären und Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Ein aktuelles Urteil zum Thema „Radfahrer-Unfall und Vorfahrtsverletzung“ verdeutlicht die Bedeutung der Vorfahrtsregelungen sowie die Anforderungen an die Sorgfaltspflichten der […]

24.02.2025

Verkehrsunfall mit E-Bike – Rechtliche Aspekte

Ein aktueller Verkehrsunfall zwischen einem Elektrofahrrad und einem Pkw wirft wichtige rechtliche Fragen auf. Der Unfall ereignete sich, als ein 54-jähriger Radfahrer einen Radweg verließ und auf die Fahrbahn auffuhr. Dabei kam es zur Kollision mit einem Fahrzeug, das ordnungsgemäß auf der Straße unterwegs war. Der Radfahrer stürzte und zog sich dabei Verletzungen zu, die […]

31.12.2024

Alleinhaftung des einfahrenden PKW bei Kollision mit Fahrrad

Wie verhält es sich rechtlich, wenn ein Fahrzeug von einem Grundstück auf die Straße einfährt und es dabei zu einem Unfall mit einem Fahrradfahrer kommt? Das Amtsgericht Hanau hat in einem aktuellen Fall entschieden, dass der Fahrer des einfahrenden PKW allein für den Unfall verantwortlich ist, selbst wenn der Radfahrer sich nicht an die vorgeschriebenen […]

19.06.2024

Schmerzensgeld nach Fahrradsturz durch losgerissenen Hund

Wenn ein losgerissener Hund einen Fahrradunfall verursacht, haftet der Halter des Hundes für die entstandenen Schäden. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigte diese Haftung in einem aktuellen Fall und sprach dem geschädigten Fahrradfahrer ein Schmerzensgeld von 7.000 € zu. Der Vorfall: Fahrradunfall durch losgerissenen Hund Ein Fahrradfahrer und seine Lebensgefährtin waren nachmittags auf einem Rad- […]

27.02.2023

Führerscheinentzug nach Trunkenheitsfahrt auch mit Fahrrad möglich

Wer mit einem Blutalkoholgehalt von 1,6 Promille oder mehr als Radfahrer am Straßenverkehr teilnimmt, muss bei Vorliegen einer Gefahr, auch künftig ein Kraftfahrzeug in fahruntüchtigem Zustand führen zu können, mit einem Führerscheinentzug rechnen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in einem heutigen Urteil bestätigt. Polizeikontrolle bei Trunkenheitsfahrt mit Fahrrad Bei einer Polizeikontrolle wurde bei einem […]

27.02.2023

Radwegebenutzungspflicht nur bei qualifizierter Gefahrenlage zulässig: Eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass eine Radwegebenutzungspflicht nur dann angeordnet werden darf, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Rechtsgutbeeinträchtigung erheblich übersteigt. Diese Entscheidung stützt sich auf § 45 Abs. 9 Satz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Grundsatz des Straßenverkehrsrechts: Radwegebenutzungspflicht nur bei qualifizierter Gefahrenlage zulässig […]

In Deutschland gelten bei Führerscheininhabern, Fahranfängern und Fahrern unter 21 Jahren strenge Regeln, wenn es um das Trinken von Alkohol und das Autofahren geht. Ab einem Promillewert von 0,5 ist das Fahren unter Alkoholeinfluss eine Ordnungswidrigkeit, weshalb Bußgelder, Punkte in Flensburg und Fahrverbote drohen. Ab 1,1 Promille ist das Fahren unter Alkohol bereits eine Straftat, mit der nicht nur Punkte und ein Fahrverbot, sondern auch hohe Geld- oder Freiheitsstrafen einhergehen. Ebenso drohen Strafen bei einem Promillewert von 0,3, wenn Auffälligkeiten im Straßenverkehr oder ein Unfall verursacht wird. Fahrradfahrer sind ebenfalls davon betroffen: Ab einem Promillewert von 0,3 können Bußgelder, Aufbauseminare, Verlängerung der Probezeit oder Führerscheinentzug die Folge sein. Liegt der Promillewert bei 1,6 oder höher, ist auch hier eine Straftat vorliegen, die gegebenenfalls auch Auswirkungen auf den Führerschein des Betroffenen haben kann.

Promillegrenzen

Wer im Straßenverkehr Alkohol konsumiert, muss sich über mögliche Konsequenzen bewusst sein. Bereits ab einem Wert von 0,3 Promille können strafrechtliche Konsequenzen folgen. Sollte ein Unfall durch einen Alkoholkonsum verursacht werden, kann auch schon bei einem Wert unter 0,3 Promille eine Teilschuld angenommen werden. Darüber hinaus gibt es weitere Promillegrenzen, die geahndet werden können. Diese reichen von Bußgeld bis hin zu Freiheitsstrafen. Wiederholungstäter werden generell härter bestraft.

Fahranfänger – Null-Promille

Seit 2007 haben Fahranfänger und Personen unter 21 Jahren aufgrund einer gesetzlichen Regelung keinen Alkohol mehr am Steuer zu trinken. Der Grund hierfür ist, dass junge Menschen besonders anfällig für Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss sind. Sollte die Polizei bei einer Alkoholkontrolle einen Wert bis 0,5 Promille feststellen, kann dies als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Hierfür sind ein Bußgeld von 250 Euro, ein Punkt im Flensburger Zentralregister und weitere Auflagen wie z.B. die Teilnahme an einem Aufbauseminar vorgesehen. Wird jedoch ein Unfall verursacht oder die Fahrunsicherheit beeinträchtigt, drohen weit höhere Strafen.

0,3-Promillegrenze

Ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille, die bereits durch das Trinken eines einzigen Bieres (0,33 l) erreicht werden kann, wird von einer sogenannten „relativen Fahruntüchtigkeit“ ausgegangen. Zeigt man keine Anzeichen von Fahruntüchtigkeit, ist dies nicht strafbar. Wird jedoch auffällige Fahrweise wie Schlangenlinien oder ein Unfall verursacht, droht eine Verurteilung wegen Gefährdung des öffentlichen Straßenverkehrs: Geld- oder Freiheitsstrafen, Entzug des Führerscheins für mindestens 6 Monate und 3 Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg.

0,5-Promillegrenze

Wer unter Alkoholeinfluss Auto fährt, muss mit schweren Strafen rechnen. Bereits ab einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille wird die Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße in Höhe von 528,50 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot geahndet. Bei Wiederholung des Vergehens steigen die Strafen noch weiter an. Ab einem Wert von 1,1 Promille wird Alkohol am Steuer als Straftat angesehen. Hierbei drohen eine Geld- oder Freiheitsstrafe, drei Punkte im Flensburger Register und der vorübergehende oder dauerhafte Entzug der Fahrerlaubnis. Ab einem Blutalkoholwert von 1,6 Promille muss außerdem eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) absolviert werden. Anders als bei einer Ordnungswidrigkeit kann ein Ersttäter nicht schonungslos behandelt werden. Ab einem Wert von 1,3 Promille kann der Entzug der Fahrerlaubnis und sogar Freiheitsentzug die Folge sein.

1,1-Promillegrenze

Bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille ist die sogenannte „absolute Fahruntüchtigkeit“ erreicht. Dadurch ist die Gefahr, einen Unfall zu verursachen, zehnmal höher als unter nüchternen Bedingungen. Dies wird auch strafrechtlich verfolgt, selbst wenn kein Verkehrsfehler oder Unfall vorliegt. Die mögliche Strafe beträgt eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren. Zudem wird der Führerschein für einen Zeitraum von 6 Monaten bis zu 5 Jahren oder sogar dauerhaft entzogen. In Flensburg werden dann auch 3 Punkte registriert.

1,6-Promillegrenze

Bei einem Blutalkoholgehalt von 1,6 Promille oder darüber hinaus, werden neben den Sanktionen, die bei einer 1,1 Promillegrenze üblich sind, auch eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) durchgeführt. Dies ist ein Hinweis darauf, dass ein chronischer Alkoholmissbrauch vorliegt. Die MPU beinhaltet neben einem medizinischen Check auch eine psychologische Beratung, um das Ausmaß des Problems zu ermitteln.

Alkohol beim Fahrradfahren?

Fahrradfahrer sind Teilnehmer am Straßenverkehr und müssen sich daher an die vorgeschriebenen Regeln halten. Im Bußgeldkatalog für Alkohol im Straßenverkehr ist für Radfahrer eine Promillegrenze von 1,6 vorgesehen, bevor ein Bußgeld oder eine Strafe wegen Alkohol droht. Diese Grenze gilt jedoch nur, wenn man noch ausreichend Fahrtüchtig ist.

Wer mit mehr als 0,3 Promille erwischt wird oder einen Unfall verursacht, muss allerdings mit einer deutlich härteren Strafe rechnen. Dies gilt selbstverständlich auch für Radfahrer, die einen Führerschein besitzen – solche Vergehen werden im Fahreignungsregister des Kraftfahr-Bundesamtes in Flensburg gespeichert und gehen mit entsprechenden Punkten einher.

Bei schweren Straftaten kann es sogar soweit kommen, dass man einen Führerschein erst einmal nicht mehr beantragen oder dass man als Fahrradfahrer zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) muss. Daher sollte man sich beim Fahren unter Alkoholeinfluss immer bewusst sein, dass man sich einer strafrechtlichen Verantwortung aussetzt.

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