Anwälte für Verkehrsrecht

Artikel vom 08.07.2019 Zurück

Fahrverbot – wie kann ich dagegen vorgehen?

×
Autor  - Christian Fuhrmann

Christian Fuhrmann

BLF RECHTSANWÄLTE

  • Basler Strasse 115
  • 79115
  • Freiburg
  • 07614787220
  • 0721-50998701
  • fuhrmann@blf-partner.de
  • www.blf-partner.de

Als Fachanwalt für Verkehrsrecht erreicht einen täglich die Frage, ob ein im Bußgeldbescheid verhängtes Fahrverbot umgegangen werden kann, da der Betroffene meist erhebliche Einschränkungen im Alltag erfährt.

Auf diese Frage kann mit einem klaren „JA“ geantwortet werden. Beachten Sie grundsätzlich, dass ein verhängtes Fahrverbot nur eine Nebenstrafe zu der eigentlichen Geldbuße darstellt. Aus diesem Grund, kann alleine gegen das Fahrverbot vorgegangen werden, auch wenn der Vorwurf der Geschwindigkeitsüberschreitung, eines Rotlichtverstoßes oder einer anderen Verfehlung fehlerfrei nachgewiesen ist.

Als spezialisierte Verkehrsrechtskanzlei beraten wir Sie jederzeit in Bezug auf ihren konkreten Fall.

Aus diesem Grund weisen wir daraufhin, dass die Stammtischweisheit eines einfachen Freikaufens durch Verdoppelung des Geldbuße, nicht zum erwünschten Ziel einer Fahrverbotsaufhebung führt.

Jedes Verfahren wird von Seiten der Bußgeldbehörde, nach Einreichen eines konkreten Tatsachenvortrags in Form einer Einspruchsbegründung, im Hinblick auf die Vorgaben der aktuellen Rechtsprechung überprüft.

Überlegen Sie daher genau, welche Daten und Fakten, sie in Bezug auf ihre berufliche Situation, ihr Einkommen, ihren Familienstand, ihren Resturlaub, Größe und Anzahl ihres Betriebs, Krankheiten von Familienmitgliedern, der Behörde mitteilen. Im schlechtesten Fall, wird Ihnen die Offenlegung ihrer Daten zum Verhängnis, in dem die Bußgeldbehörde die Fakten aufgrund ihnen unbekannter Voraussetzungen durch die Rechtsprechung, zu ihren Lasten auslegt.

Die richtige Kombination der einzelnen Tatsachen, auch in Bezug auf mögliche Voreitragungen im Verkehrszentralregister und der vorliegenden Tat, entscheidet am Ende über den Erfolg, dieser sich in einer Fahrverbotsaufhebung niederschlägt.

Sollte gegen Sie ein Fahrverbot verhängt worden sein, mit diesem Sie nicht einverstanden erklären, sollten Sie den Rat eines Verkehrsrechtsspezialisten einholen. Ihre Erfolgschancen erhöhen sich um ein vielfaches.

Wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, sind die gesetzlichen Anwaltsgebühren im Normalfall gedeckt.

Gerne beraten wir Sie bei einem drohenden Fahrverbot sowie weiterer verkehrsrechtlicher Problem.


Quelle(n):


Autor

Christian Fuhrmann

BLF RECHTSANWÄLTE

Weitere Artikel von Christian Fuhrmann


08.07.2019

Können Raservideos im Internet nachträglich verfolgt werden?

Strafverfolgungsbehörde in Deutschland ist die Staatsanwaltschaft. Diese hat, wenn sie von dem Verdacht einer Straftat Kenntnis erhält, zunächst einmal den Sachverhalt zu erforschen. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass die Polizei beim Verdacht einer Straftat die Ermittlungen durchführt. Nun ist es so, dass kein Polizeibeamter ganztägig gezielt auf der Suche nach Raser-Videos […]

WEITERLESEN
08.07.2019

Aktuelle Rechtsprechung Verkehrsrecht Kompakt

Unfallregulierung: kein Verlass auf ” Blinkenden”: In einer neuerlichen Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden vom 24. April 2014 mit dem Aktenzeichen 7 U 1501/13 wurde entschieden, dass das Setzen des rechten Blinkers allein noch kein Vertrauen begründet, dass der Blinkende auch tatsächlich abbiegt. Erforderlich ist darüber hinaus eine erkennbare, deutliche Geschwindigkeitsverringerung des Vorfahrtsberechtigten, eine sichtbare Orientierung […]

WEITERLESEN
08.07.2019

Mehrere Fahrverbote im selben Verfahren

Wenn mit einer Entscheidung des Amtsgerichts zwei sachlich zusammentreffende Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet werden, von denen sich allein die Anordnung eines Regelfahrverbots rechtfertigen würde, ist für die Höhe eines einheitlichen Fahrverbots, an das höchste der beiden angedrohten Regelfahrverbote anzuknüpfen.

WEITERLESEN

×