Artikel vom 06.03.2026

Handy am Steuer in Deutschland: Bußgeld, Punkt in Flensburg und aktuelle Polizeikontrollen

Die Nutzung eines Smartphones während der Fahrt gehört zu den häufigsten Verkehrsverstößen im deutschen Straßenverkehr. Gleichzeitig stellt Ablenkung durch elektronische Geräte ein erhebliches Risiko für die Verkehrssicherheit dar. Aus diesem Grund führen Polizeibehörden regelmäßig gezielte Verkehrskontrollen durch, um Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer festzustellen. Eine aktuelle Schwerpunktkontrolle zeigt, dass solche Verstöße weiterhin häufig vorkommen und im Verkehrsrecht konsequent verfolgt werden.

Schwerpunktkontrolle gegen Ablenkung im Straßenverkehr

Am 4. März 2026 führten Einsatzkräfte eines Polizeireviers in Baden Württemberg eine gezielte Verkehrskontrolle mit Schwerpunkt auf Ablenkung durch. Die Kontrolle fand im Zeitraum von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr auf der Bundesstraße 34 im Stadtgebiet Waldshut statt.

Innerhalb von nur zwei Stunden stellten die Polizeibeamten insgesamt 20 Verkehrsteilnehmende fest, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon nutzten. Diese Verstöße wurden dokumentiert und werden als Ordnungswidrigkeiten an die zuständige Behörde weitergeleitet. Dort erfolgt anschließend die Einleitung des Bußgeldverfahrens.

Derartige Schwerpunktkontrollen sind Teil der Verkehrsüberwachung und richten sich häufig gegen typische Unfallursachen oder besonders verbreitete Verkehrsverstöße.

Handy am Steuer: Was das deutsche Verkehrsrecht verbietet

Im deutschen Verkehrsrecht ist die Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt eindeutig geregelt. Maßgeblich ist § 23 Absatz 1a der Straßenverkehrs Ordnung. Danach darf ein Fahrzeugführer ein elektronisches Gerät, das der Kommunikation, Information oder Organisation dient oder zu dienen bestimmt ist, nicht benutzen, wenn er das Gerät dafür aufnehmen oder halten muss.

Zu den betroffenen Geräten gehören insbesondere Mobiltelefone und Smartphones. Das Verbot gilt grundsätzlich während der gesamten Fahrt, solange das Fahrzeug geführt wird.

Der Gesetzgeber verfolgt mit dieser Regelung das Ziel, Ablenkung im Straßenverkehr zu reduzieren und dadurch die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Bußgeld und Punkt im Fahreignungsregister

Wer während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzt und es dafür in der Hand hält, begeht eine Verkehrsordnungswidrigkeit. Nach den Angaben der Polizei erwartet die festgestellten Verkehrsteilnehmenden in solchen Fällen eine Geldbuße von 100 Euro.

Darüber hinaus wird ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg eingetragen. Zusätzlich fällt im Bußgeldverfahren regelmäßig eine Bearbeitungsgebühr an, die von der zuständigen Behörde erhoben wird.

Die Ordnungswidrigkeiten werden nach der polizeilichen Feststellung von der Bußgeldstelle geprüft und anschließend mit einem entsprechenden Bußgeldbescheid geahndet.

Warum Ablenkung im Straßenverkehr kontrolliert wird

Ablenkung während der Fahrt gilt als ein relevanter Risikofaktor im Straßenverkehr. Bereits kurze Blickabwendungen vom Verkehrsgeschehen können dazu führen, dass Gefahren zu spät erkannt werden. Aus diesem Grund richtet sich ein Teil der Verkehrsüberwachung gezielt gegen die Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt.

Schwerpunktkontrollen ermöglichen es der Polizei, innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Verstöße festzustellen und Verkehrsteilnehmende auf die bestehenden Regelungen hinzuweisen.

Die Kontrolle auf der Bundesstraße 34 zeigt, dass trotz klarer gesetzlicher Vorschriften weiterhin viele Fahrerinnen und Fahrer während der Fahrt ihr Mobiltelefon benutzen.

Handyverbot als Bestandteil der Verkehrssicherheit

Das Verbot der Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt ist ein fester Bestandteil des deutschen Verkehrsrechts. Ziel der gesetzlichen Regelung ist es, die Aufmerksamkeit der Fahrzeugführer vollständig auf den Straßenverkehr zu richten.

Wer gegen diese Vorschrift verstößt, muss mit einem Bußgeld, einem Punkt im Fahreignungsregister sowie zusätzlichen Gebühren rechnen. Polizeikontrollen wie die aktuelle Schwerpunktkontrolle zeigen, dass Verstöße gegen das Handyverbot weiterhin konsequent verfolgt werden.


Quelle(n): https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110970/6230368 Bild von Pexels auf Pixabay


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