Anwälte für Verkehrsrecht

Artikel vom 01.08.2014 Zurück

Voraussetzungen Modell Mainz 77 – Sperrfristverkürzung – ab dem 01.05.2014 in Baden-Württemberg

×
Autor  - Christian Fuhrmann

Christian Fuhrmann

BLF RECHTSANWÄLTE

Seit dem 01.05.2014 gelten neue Vorgaben zur Absolvierung des Sperrfristverkürzungsmodell Mainz 77.

Entgegen der früheren Methode, dass ein erstauffälliger Trunkenheitstäter, bei einer BAK von max. 1,6 Promille, mit der Absolvierung des Kursmodell Mainz 77 eine Sperrfristverkürzung von bis zu 3 Monaten herbeiführen kann, gilt seit dem 01.05.2014 eine abgeänderte Variante, allen voran in Baden-Württemberg.

Sollte ein Trunkenheitstäter eine BAK von 1,1 – 1,6 Promille aufweisen, so muss er vor Absolvierung des Mainz 77 Modell eine erfolgreiche MPU vorlegen (in B.-W.). Im Anschluss kann er bei seiner zuständigen Führerscheinstelle eine sog. Unbedenklichkeitsbescheinigung einholen und hierauf das Modell Mainz 77 absolvieren.

Wurden all diese Vorgaben erfüllt, kann ein sog Antrag auf Sperrfristverkürzung gestellt werden.

Jeder Betroffene außerhalb von Baden-Württemberg, sollte daher vor Absolvierung des Modells Mainz 77, bei seiner landesbezogenen Führerscheinstelle die notwendigen Modalitäten erfragen, um nicht fehlerhaft ein Kursmodell zu absolvieren, welches im Anschluss keine Gültigkeit erfährt.

Des Weiteren gilt es zu beachten, dass derzeit (Stand August 2014) noch zahlreiche Anbieter, die alte Rechtslage auf ihren Homepages veröffentlichen und so der Eindruck einer vereinfachten Absolvierung entsteht.


Quelle(n):


Autor

Christian Fuhrmann

BLF RECHTSANWÄLTE

Weitere Artikel von Christian Fuhrmann


24.07.2019

Haftung des Linksabbiegers

Wer nach links abbiegt und dabei mit einem überholenden Fahrzeug kollidiert, muss den überwiegenden Teil des Schadens tragen. „Jeder Autofahrer habe sich vor dem Linksabbiegen nicht nur durch Blick in den Spiegel, sondern notfalls mit einer Kopfdrehung zu überzeugen, dass kein Fahrzeug von hinten komme“, so das OLG Frankfurt.. Das OLG Frankfurt verurteilte einen Autofahrer […]

WEITERLESEN
23.07.2019

Mobiltelefon – Handy – elektronisches Gerät im Straßenverkehr

„(1a) Wer ein Fahrzeug führt, darf ein elektronisches Gerät, das der Kommunikation, Information oder Organisation dient oder zu dienen bestimmt ist, nur benutzen, wenn hierfür das Gerät weder aufgenommen noch gehalten wird“ Das OLG Oldenburg hatte zunächst mit Beschluss vom 25.07.2018 (Az. 2 Ss (OWi) 201/18 – DAR 2018, S. 577) die Meinung vertreten, dass […]

WEITERLESEN
16.07.2019

Rheinbrücke Leverkusen – Beschluss OLG Köln

Folgender Sachverhalt lag zu Grunde: Der Betroffene fuhr in die durch Verkehrszeichen 251 mit Zusatzzeichen „3,5 t“ gesperrte Fahrbahn ein. Er passierte dabei mindestens fünf Beschilderungen, die auf die Sperrung hinwiesen. Der Verkehrsführung zufolge gehen an der betreffenden Stelle zwei Spuren nach rechts auf die BAB 1, während der linke Fahrstreifen für von der Sperrung […]

WEITERLESEN

×