Auch Waiblingen nutzt Blitzersäulen
Stadtgebiet Stuttgart
Hier sollen die neuen Blitzer hin
Waiblingen – Polizei und Verkehrsbehörden gehen in der Region Stuttgart vor allem an Unfallschwerpunkten immer schärfer gegen Raser vor. Nach Stuttgart und Esslingen setzt seit dieser Woche auch die Stadt Waiblingen auf modernste Radartechnik, wenn es um die Kontrolle von Tempo 100 auf der B14/B29 geht.
In den zurückliegenden Wochen hat sich das Verhalten vieler ortskundiger Autofahrer auf dem achtspurigen Abschnitt der B14/B 29 zwischen Waiblingen und Fellbach stark verändert. Wenn früher auf diesem rund 400 Meter langen Abschnitt Verstöße gegen die vorgeschriebenen 100 Kilometer pro Stunde die Regel waren, achten die Ortskundigen mittlerweile genau darauf, dass die Tachonadel in ihrem Auto die 100er-Grenze nicht überschreitet.
Blitzen über mehrere Fahrspuren
Das vorsichtige Verhalten ist auf die Ankündigung der Stadt Waiblingen zurückzuführen, das achtspurige Straßenstück mit zwei modernen Lasermessgeräten zu bestücken. Die schwarz-grau geringelten Säulen beobachten im Gegensatz zu den herkömmlichen, im Volksmund Starenkästen genannten Messanlagen das Verkehrsgeschehen über mehrere Fahrspuren hinweg – und fotografieren alle Temposünder. Mit einiger Verzögerung hat die Stadt ihrer Ankündigung Mitte der Woche Taten folgen lassen.
Während Kritiker im Zusammenhang mit den neuen Kontrollstellen wieder einmal von Abzocke und Wegelagerei sprechen, begründet die Stadt die Investition von über 200 000 Euro mit dem Unfallschwerpunkt, zu dem sich diese Straße entwickelt hat. 16 Unfälle mit zwei Schwerverletzten hat die Polizei dort allein im vergangenen Jahr registriert. Gefährlich, so Oliver Conradt von der Waiblinger Verkehrsbehörde, ist es dort vor allem, weil viele Autofahrer die Spur wechseln müssen, um von einer zur anderen Bundesstraße zu gelangen. Wenn dann zu schnell gefahren werde, komme es regelmäßig zu gefährlichen Situationen. Viel Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern gibt es dort selten. Der B14/B29-Abschnitt wird täglich von rund 45 000 Fahrzeugen pro Richtung benutzt.
Erfolge in Esslingen
Dass die moderne Überwachungstechnik ihre Wirkung nicht verfehlt, zeigt sich seit Ende Februar 2011 auf der B10 bei Esslingen. Dort stehen die Blitzersäulen ebenfalls an zwei Stellen. Sie haben dazu beigetragen, dass die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern meistens eingehalten wird. Wer dagegen verstößt, wird unweigerlich geblitzt. Das war 2011 über 73 000-mal der Fall. Die Zahl der zu schnellen Verkehrsteilnehmer habe sich mittlerweile auf rund 250 täglich eingependelt.
In Stuttgart bremsen die wirkungsvollen Überwachungsgeräte den Verkehr auf der Cannstatter Straße seit September 2010 nachhaltig auf Tempo 50 herunter. Neben weniger Verkehrslärm registriert das Umweltamt der Landeshauptstadt noch weitere positive Effekte. So sei am Neckartor die Belastung durch Feinstaub und durch Stickoxide (gasförmige Rückstände aus der Verbrennung von Benzin- und Dieselkraftstoffen) messbar zurückgegangen.
Die erste Blitzsäule in der Region hat die Stadt Ditzingen im Oktober 2007 angeschafft. Das Gerät steht an einer Wohnstraße, die von Lastwagen und ihren Fahrern verbotenerweise früher als Schleichweg benutzt wurde. Seit der elektronische Wachturm am Straßenrand lauert, traut sich nach Angaben aus dem Ditzinger Rathaus kaum noch ein Brummipilot auf diese Abkürzungsstrecke.
via B14/B29: Auch Waiblingen nutzt Blitzersäulen – Rems-Murr-Kreis – Stuttgarter Nachrichten.
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Der Landkreis Harburg wurde durch das zuständige Innenministerium aufgefordert die eingesetzten Blitzergeräte, bei denen Kraftfahrer von hinten geblitzt wurden, nicht mehr einzusetzen, da die Messmethode nicht rechtens zu sein scheint.
Der zuständige Landrat hat mittlerweile angeordnet, auf weitere Heckaufnahmen (Blitzen von hinten) zu verzichten. Zudem möchte der Landkreis Harburg möglichst alle Verwarnungs- und Bußgelder zurück bezahlen.
Im Landkreis Stade, dieser ebenfalls über sog. Heckblitzer verfügt, sieht dagegen noch keine Veranlassung das Blitzen von hinten einzustellen. Es bleibt abzuwarten, welche Anweisungen durch das niedersächsische Innenministerium noch folgen werden.
Sollten Sie Opfer, eines Blitzergeräts / Heckblitzer/ Blitzen von hinten geworden sein, so informieren sich frühzeitig.
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Das Team von Blitzeranwalt.com bedankt sich bei 800 Fans für die tolle Unterstützung!
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Autor: Christian Fuhrmann
Immer häufiger stellen wir fest, dass unseren Mandanten ein erhöhtes Bußgeld auferlegt wird. Der Betroffene fragt sich zu Recht, warum er für ein Vergehen wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung mehr bezahlen soll, als der Gesetzgeber im Bußgeldkatalog festgelegt hat. Das OLG Koblenz hat hierzu folgendes geäußert (Quelle: OLG Koblenz (Beschluss vom 10.03.2010 – 2 SsBs 20/10)):
Die vorsätzliche Tatbegehung und das Vorhandensein von einschlägigen Voreintragungen sind bei der Bemessung der Geldbuße zu berücksichtigen. Ausgehend vom Regelsatz ist die Geldbuße entsprechend dem Schuldgehalt gegenüber fahrlässigen Verstößen von Ersttätern angemessen zu erhöhen, ohne dass dabei die sozialen Verhältnisse des Betroffenen zunächst eine Rolle spielen; ihnen kann durch Ratenzahlung Rechnung getragen werden.
Wir sind der Meinung, so einfach geht es nicht! Viele Behörden sehen in einem bestimmten Verhalten ein vorsätzliches Fehlverhalten ohne das subjektive Merkmal des Betroffenen tatsächlich überprüft zu haben. Hierdurch kommt es im Alltag zu einer großen Anzahl an unrechtmäßig erlassenen Bußgeldbescheiden.
Wenn Sie ebenfalls der Meinung sind, ein Opfer der Behörde geworden zu sein, dann prüfen Sie unter Hinzuziehung eines Verkehrsrechtsanwalts den Vorwurf ihres angeblichen Fehlverhaltens.
Ihr Team von Blitzeranwalt.com
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